Stipendiaten der Roland Berger Stiftung zeigen Oper

100 Stipendiaten der Roland Berger Stiftung werden am Wochenende die Kinderoper „Eloise“ des walisischen Komponisten Karl Jenkins aufführen. Premiere ist am Samstag, den 11. Juli, im Münchner Gasteig. Die jungen Menschen zwischen zehn und 20 Jahren haben mehr als ein Jahr lang das Musikwerk mit dem künstlerischen Team der Bayerischen Staatsoper eingeübt. Kein einziger der jungen Darsteller verfügte zuvor über eine Gesangs-, Tanz- oder Schauspielausbildung, betont Choreografin Anna Beke. Die Aufführung ist obligatorischer Bestandteil des Deutschen Schülerstipendiums der Roland Berger Stiftung für Stipendiaten aus München, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die Organisation legt großen Wert darauf, den geförderten Kindern und Jugendlichen auch eine Persönlichkeitsentwicklung zu ermöglichen. Nachdem Stipendiaten aus unterschiedlichen Bundesländern bereits in einer musikalischen Revue und zwei Musicals geglänzt haben, ist dieses Projekt die erste Oper der Stiftung. Die Wahl fiel auf „Eloise“, da diese vielen Darstellern dieMöglichkeit bietet, tragende Rollen zu übernehmen erläutert, Regisseurin Natascha Ursuliak. „Die Oper beinhaltet 15 Hauptrollen; in zwei Besetzungen haben also 30 Stipendiaten die Chance, sich zu präsentieren.“ Ursprünglich ist die Handlung in einer Märchenwelt angelegt, die Regisseurin verlegte den Schauplatz jedoch in die 1950er Jahre und aus Hexen wurden Kindermädchen. Eine besondere Herausforderung war, dass viele der jungen Künstler während der Vorbereitungszeit in den Stimmbruch kamen. „Die Kinderstimme kann sich jeden Tag in eine Erwachsenenstimme verwandeln“, berichtet der musikalische Leiter Christopher McMullen-Laird. „Das ist eigentlich eine Einladung zum Aufgeben.“ Entsprechend hoch rechnet er den insgesamt 88 Sängerinnen und Sängern an, dass sie bereit waren,weiter an sich zu arbeiten. Bislang gibt es nur eine Hand voll krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen. Die Oper wird am Samstag, den 11. Juli, um 12und 18 Uhr gezeigt, sowie am Sonntag, den 12. Juli, um 10.30 und 13 Uhr. Aufgrund der schulischen Beanspruchung der Stipendiaten sind weitere Aufführungen zunächst nicht geplant. Der Eintritt zu den frühen Veranstaltungen ist an beiden Tagen frei. Jenkins selbst wird am Premierentag anwesend sein. Mit dem Deutschen Schülerstipendium fördert die Roland Berger Stiftung seit 2008 begabte Kinder und Jugendliche auf ihrem Bildungsweg zum Abitur. Derzeit werden bundesweit mehr als 800 Schüler unterstützt.